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Ein kleiner Gemüse-Laster aus München, der von seinem Fahrer auf
Urlaubsreise getrimmt war, wollte die lange Wartezeit im Hafen von Venedig
nicht akzeptieren. Gemeinsam mit einem belgischen Kleinsthänger-Gespann
drängelten die beiden sich über alle möglich Lücken und Umwege in die
Nähe der Auffahrt zur Fähre. Wiederholt wurden sie vom einweisenden
Personal zurück gewiesen. Doch die beiden blieben hartnäckig -
erfolglos. Der Gemüsemensch durfte als einer der Letzten an Bord. Als er
sich von seinem Schimpfstress nach einer Nacht und einem Tag erholt hatte,
begriff er endlich, dass ihm Gutes widerfahren war. Er konnte in Korfu das
Schiff verlassen, ohne zwischen anderen Fahrzeugen hoffnungslos eingekeilt
worden zu sein. Die Bordjungs hatte sich bei der Einweisung nämlich etwas
gedacht. Leider ging es dem Belgier nicht so gut. Der hatte vergessen,
sich im Hafenbüro einzuchecken. Wir sahen ihn rennen, das Gespann einsam
im Hafen stehend, um die notwendigen Formalitäten noch zu erledigen. Ob
er die Abfahrt später an Bord unserer Fähre miterlebt hat, entzieht sich
leider unserer Kenntnis.
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Bereits in Venedig fielen uns zwei junge Männer mit einer weiblichen
Begleitung auf, die in ihren Cabrios ein lustiges und vor allem lärmendes
Jugendleben abzogen. Mit höchster Lautstärke demonstrierten sie den
wartenden Reisenden die Wattstärke ihrer Autoradios. Unter dem Motto:
"Was kostet die Welt?" ließen die Drei es sich an Bord gut
gehen. Als sie in Igoumenitsa schließlich das Schiff verließen, atmete
nicht nur das gestresste Personal auf. Doch dann passierte es: Einer der
beiden Yuppies setzte mit seinem tiefer gelegten PKW auf einer der
welligen Plankenverbindungen auf und riss sich den Auspuff mitsamt
Schalldämpfer und einiger anderer Teilchen ab. Statt Mitleid erntete der
arme Junge jetzt den Spott der von der Reeling aus zuschauenden
Volksmasse. Die Reederei lehnte jede Schadensersatzforderung ab. Man
erklärte, dass ein normal gebaute Fahrzeug problemlos die Fähre befahren
könne, für tiefer gelegte Fahrwerke könne man keine Haftung
übernehmen. Verwunderlich oder nicht: Der Abschleppwagen des griechischen
Automobilclubs (übrigens mit der Aufschrift ADAC) wartete schon
einsatzbereit im Hafengelände.
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