Campingzone
 

Campinggeschichten


Erlebnisse auf dem Weg nach Griechenland im Sommer 2000


Ein kleiner Gemüse-Laster aus München, der von seinem Fahrer auf Urlaubsreise getrimmt war, wollte die lange Wartezeit im Hafen von Venedig nicht akzeptieren. Gemeinsam mit einem belgischen Kleinsthänger-Gespann drängelten die beiden sich über alle möglich Lücken und Umwege in die Nähe der Auffahrt zur Fähre. Wiederholt wurden sie vom einweisenden Personal zurück gewiesen. Doch die beiden blieben hartnäckig - erfolglos. Der Gemüsemensch durfte als einer der Letzten an Bord. Als er sich von seinem Schimpfstress nach einer Nacht und einem Tag erholt hatte, begriff er endlich, dass ihm Gutes widerfahren war. Er konnte in Korfu das Schiff verlassen, ohne zwischen anderen Fahrzeugen hoffnungslos eingekeilt worden zu sein. Die Bordjungs hatte sich bei der Einweisung nämlich etwas gedacht. Leider ging es dem Belgier nicht so gut. Der hatte vergessen, sich im Hafenbüro einzuchecken. Wir sahen ihn rennen, das Gespann einsam im Hafen stehend, um die notwendigen Formalitäten noch zu erledigen. Ob er die Abfahrt später an Bord unserer Fähre miterlebt hat, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

 


Bereits in Venedig fielen uns zwei junge Männer mit einer weiblichen Begleitung auf, die in ihren Cabrios ein lustiges und vor allem lärmendes Jugendleben abzogen. Mit höchster Lautstärke demonstrierten sie den wartenden Reisenden die Wattstärke ihrer Autoradios. Unter dem Motto: "Was kostet die Welt?" ließen die Drei es sich an Bord gut gehen. Als sie in Igoumenitsa schließlich das Schiff verließen, atmete nicht nur das gestresste Personal auf. Doch dann passierte es: Einer der beiden Yuppies setzte mit seinem tiefer gelegten PKW auf einer der welligen Plankenverbindungen auf und riss sich den Auspuff mitsamt Schalldämpfer und einiger anderer Teilchen ab. Statt Mitleid erntete der arme Junge jetzt den Spott der von der Reeling aus zuschauenden Volksmasse. Die Reederei lehnte jede Schadensersatzforderung ab. Man erklärte, dass ein normal gebaute Fahrzeug problemlos die Fähre befahren könne, für tiefer gelegte Fahrwerke könne man keine Haftung übernehmen. Verwunderlich oder nicht: Der Abschleppwagen des griechischen Automobilclubs (übrigens mit der Aufschrift ADAC) wartete schon einsatzbereit im Hafengelände.

Pin Mit dem Schiff von Venedig nach Patras
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Titelbild Buch "Ostalgie-Camping - Camp-Erlebnisse in der DDR"

unsere Seiten wurden letzmalig geändert am 04.11.2016

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