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Reiseberichte


Campingtour zum Nordkap -
Das Nordkap im Juni 2015


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Inhalt

Auf nach Schweden
Die Åland-Inseln
Finnland entlang der Westküste
Durch den Norden Norwegens
Am Nordkap
Im Norden Norwegens
Weiter Richtung Süden
Mitsommerzeit in Schweden
Besuch bei den Königen der Wälder
Durch Dänemark zur Fähre
Nach Hause
Skandinavische Impressionen

Karte unserer Reiseroute

In 4 Wochen besuchten wir mit Auto und Wohnwagen den nördlichsten Zipfel Europas: das Nordkap hoch droben in Norwegen. Die Route führte über die Fährlinie Rostock-Trelleborg, hinauf in die Region Stockholm und per Fähre durch den Åland-Archipel nach Finnland und von dort an die norwegische Nordspitze.

Auf nach Schweden

Es ging los am letzten Maiwochenende Richtung Fährhafen Rostock. Wir hatten es so eingerichtet, dass wir am Abend im Hafen eintrafen, nach der üblich langen Wartezeit vor der Fähre, dem papierenen Eincheck, an Bord fahren und die Nacht bei ruhiger Überfahrt in der Kabine verbringen. Man spart durch die Nachtfahrt einen Reisetag.

Vorschaubild: auf nach Schweden Check-In Rostock
Check-In Rostock

Check-In Rostock

Vorschaubild: auf nach Schweden die Skane-Fähre
die Skane-Fähre

die Skane-Fähre

Vorschaubild: auf nach Schweden an Bord der Skane
an Bord der Skane

an Bord der Skane

Mehr oder weniger ausgeruht, landeten wir in der frühen Morgenstunde in Trellborg. Nun hatten wir viel Tageszeit, einen Campingplatz etwa in der Entfernungsmitte zwischen dem Süden Schwedens und dem Fährhafen in Kapellskär, nördlich von Stockholm zu erreichen. Der avisierte Campingplatz hieß Pinnarp Camping, klein, überschaubar und fantastisch am See „Övre Föllingen“ bei Kisa gelegen. Wem das zur Orientierung noch nicht ausreicht, dem können wir mit dem Hinweis auf die Astrid Lindgren – Figuren Pippi und Nils Holgersson vielleicht auf die Sprünge helfen. Die Kinderwelt der berühmten schwedischen Schriftstellerin liegt nämlich nur 40 km vom Camping entfernt. So hübsch der Platz auch war, uns störte das Abstellen des Pkw auf dem – wenn auch zentral gelegenen – Parkplatz erheblich. Es ist nicht jedermann Sache, eventuelle Einkäufe oder im Auto verbleiben müssende Utensilien ständig über den Platz zu schleppen. Kurios auch die Begründung für die Abstelle: Man tat es der Kinder zuliebe, damit sie sich ungefährdet tummeln können. Wieso werden eigentlich auf anderen Campingplätzen auch keine Kinder ununterbrochen eingesperrt oder über den Haufen gefahren? Lustig waren auch die vielen Hinweiszettelchen allerorts mit Verhaltensregeln für die Gäste. Sogar an den Innentüren der Toiletten hingen Speisekarten des Cafés aus. Guten Appetit! Ziemlich untypisch für schwedische Platzbetreiber. Aber freundlich waren die Leute, und der Platz gehört zu den angenehmen seiner Gattung. Nächstes Etappenziel war der schon angekündigte Camping Kapellskär, nur wenige Minuten vom Hafen der Fährschiffe nach Finnland und ins Baltikum entfernt.

Vorschaubild: auf nach Schweden Check-In Kapellskär
Check-In Kapellskär

Check-In Kapellskär

Vorschaubild: auf nach Schweden Anleger in Kapellskär
Anleger in Kapellskär

Anleger in Kapellskär

Vorschaubild: auf nach Schweden an Bord der Fähre
an Bord der Fähre

an Bord der Fähre

Kapellskär ist kein Ort, sondern nur ein Hafen, 2015 im totalen Umbau begriffen. Während hier alles umgekrempelt wurde, hatte sich auf dem Campingplatz wenig gegenüber unserem letzten Besuch vor 2 Jahren geändert. Der Platzwart war nicht aufzufinden, schließlich erreichten wir Einlass über telefonisches Englischpalaver. Gut, dass wir uns einigermaßen auskannten. Saubere Toiletten und Serviceeinrichtungen sind viel Wert, aber nicht alles. Gepflegtes Gelände und aufmerksame Gästebetreuung gehören eben auch dazu. Auf dem Weg zur Tankstelle begegnete uns plötzlich eine Elchkuh. Natürlich hatten wir wieder einmal keine Kamera zur Hand, sodass wir unsere jährliche Foto-Jagdbeute leider nicht belegen können. Aber schon am 3. Tag unserer Reise einen frei lebenden Elch zu Gesicht zu bekommen, ist ein Glückstreffer.

Die Åland-Inseln

Von Kapellskär sollte uns die Fähre durch den Åland-Archipel nach Finnland schippern. Wir hofften diesmal auf schöneres Wetter, als während unserer ersten Reise, um die tausend Inseln bewundern zu können. Diesmal regnete es wenigstens nicht. 9 Stunden fuhr die "Finnfellow" der Reederei Finnline durch die Inselwelt und bot uns ein fantastisches Panorama endlos schöner großer, kleiner und winziger Inseln.

Vorschaubild: die  Åland-Inseln die  Åland-Inseln
die Åland-Inseln

die Åland-Inseln

Vorschaubild: die  Åland-Inseln die  Åland-Inseln
die Åland-Inseln

die Åland-Inseln

Vorschaubild: die  Åland-Inseln die  Åland-Inseln
die Åland-Inseln

die Åland-Inseln

Dazu kamen das saubere, gepflegte Ambiente der Fähre und der einmalige Service zweier Speisenbuffets für die Passagiere.

Vorschaubild: die  Åland-Inseln Speisesaal
Speisesaal

Speisesaal

Vorschaubild: die  Åland-Inseln Duty-Free-Shop
Duty-Free-Shop

Duty-Free-Shop

Vorschaubild: die  Åland-Inseln gemütliche Runde
gemütliche Runde

gemütliche Runde

Kurios war die Absage eines geplanten Halts der Fähre auf einer der Ålandinseln. Ein Passagier hatte kurz vor Reiseabfahrt seine Passage zu eben dieser Insel gebucht und bezahlt. Aber wegen des einen Mannes wollte der Kapitän dort nicht anlegen, also musste der gute Mann weiter bis nach Naantali an Bord bleiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass das Einweiserpersonal in Kapellskär gepennt und das Fahrzeug des Kunden irgendwo zwischen den Fahrzeugen untergebracht hatte und das Problem nun nur noch mit riesigem Rangier- und Zeitaufwand gelöst werden konnte. Für den Mann wurde eine kostenlose Kabinenpassage und Rückreise organisiert. Der Urlaubstag war verloren. Leider wissen wir nicht, wie das Ganze ausging.

Finnland entlang der Westküste

Angesichts unseres letzten Pannenurlaubs vor 2 Jahren entschieden wir uns, Camping Naantali nicht wieder anzufahren und quartierten uns stattdessen 20 km weiter bei Turku auf Camping Ruissalo ein. Die Wahl war gut, denn der Platz bot einen sauberen, gepflegten Eindruck und kein wirres Auf und Ab der Wege zu den dürftigen Stellplätzen, wie einst gehabt. Das Ganze scheint neu angelegt worden sein, denn alle Stellplätze waren asphaltiert und mit kleinen Rasenrabatten für sonnige Tage ergänzt. Leider erwischten wir keinen solchen Tag. In der Nacht goss es in Strömen. Zur Zeit unserer Abreiseaktivitäten erbarmte sich der Wettergott für kurze Zeit und legte eine kleine Regenpause ein.

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste und der Regen kam
und der Regen kam

und der Regen kam

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste Westküstenausblick
Westküstenausblick

Westküstenausblick

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste manchmal romantisch
manchmal romantisch

manchmal romantisch

Wir kamen einigermaßen trocken ins Auto und steuerten nach einigen hundert Kilometern Top Camping Vaasa an, also einen der 7 Top-Plätze Finnlands. "Top" im negativen Sinne war der Preis, den Rest kann man vergessen. Schließlich hatten wir Top-Camping Ähtäri auf unserer letzten Reise in wesentlich besserer Erinnerung. Was uns in Vaasa am meisten störte, waren die Grasschwaden, die nach dem Mähen einfach auf den Wiesen liegen blieben und die abgemähten Grashalme im Wohnwagen und Auto trotz aller Reinlichkeitsbemühungen Asyl suchten. Dass die großen Rasenflächen vom Regennass vollgesogen waren, kann man niemandem ankreiden. Es war nur nicht sonderlich lustig, wenn die Zugwagen sich mit dem Hänger im Schlepp festwühlten. Glücklicherweise hatten wir aus Vorzeiten eine ähnliche Erfahrung machen müssen, so dass wir hier diesem Schicksal entgingen. Aber auch sonst empfanden wir das Platzgelände nicht sonderlich gepflegt. Doch schlecht war Camping Vaasa nicht, nur eben leider nicht "top"!

Das sollte sich auf dem nächsten Platz völlig anders darstellen: Camping Nallikari in Oulu ist nämlich auch eine der 7 Top-Schwestern. Der war wirklich "top" und trotz besserer Pflege mindestens 10€ billiger. Doch der Reihe nach. Wir fuhren also von Vaasa nach Oulu, d.h. diesmal entlang der Westpassage vom Süden nach Norden in Finnland. Eine öde Strecke: Jede Menge Radarkästen und noch mehr Warntafeln vor Elchen. Das waren so die einzigen merkenswerten Eindrücke. Es fehlten die endlosen finnischen Birkenwälder und die unzähligen wunderschönen Seen der östlichen, karelischen Reiseroute. Aber dann erlebten wir doch einen kleinen Höhepunkt auf der Langweilerstrecke: Plötzlich – und ohne vorheriges Warnschild zeigten sich am Straßenrand zwei richtige frei lebende Elche. Sie hatten sich bis an den die Straße vom Wald trennenden Sicherheitszaun herangepirscht. Nun standen sie da und beäugten den vorüber fließenden Verkehr. Während der größere Elch überlegte – man sah es ihm förmlich an – wie er das Hindernis überwinden könnte, labte der kleinere sich genüsslich am frischen Birkengrün. Aber da waren wir schon wieder einige Meter weiter. Und wer die Elche kennt, weiß, dass sie Weltmeister im Verschwinden sind. Also wieder keine Bilder. Aber schon den dritten Elch in der ersten halben Reisewoche, wenn das kein Erfolgserlebnis ist ?!

Camping Nallikari wartete mit parkähnlich gepflegten Anlagen auf und hatte, anders als wir es von früher in Finnland gewohnt waren, Sanitäranlagen vom Feinsten. Auch das Wetter spielte einigermaßen mit, wenn es nur nicht so gemein kalt war zum Draußensitzen. Und in den frühesten Morgenstunden ratterte ein wild gewordener Rasenmäher durch das schlafende Gelände. Jetzt wissen wir auch, warum der Platz so gepflegt war.

In der Vorplanungsphase hatten wir für die weitere Route nach einem Stück Finnland versehentlich einen Campingplatz in Schweden ausgesucht. Das sollte aber so nicht sein. Also schmissen wir die Planung kurzerhand über den Haufen und zuckelten weiter durch Finnland Richtung Norden. Den per Internet ausgesuchten Platz in einem Nest mit unaussprechlichem Namen verließen wir fluchtartig wegen seiner absoluten Ödnis. Außerdem schien er mehr für den Winterbetrieb eingerichtet, was angesichts nicht vorhandener Camper und vereinzelter Dauerdomizile auf schotterhartem Ganzplatzgrund die Vermutung zuließ, dass hier Betriebsferien angesagt waren, obwohl vor einem rezeptionsartigen Gebäude einige Autos geparkt waren. Wir rollten also um die 50 km weiter zum nächsten Platz. "Rollen" ist der falsche Ausdruck. Auf einer 4 m breiten Straße hüpften wir im ständigen Auf-und-Ab bei einigem Gegenverkehr von Ausweichbox zu Ausweichbox. Unterwegs überquerten wir den Polarkreis mit kleinem Foto- und Einkaufsaufenthalt.

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste Polarkreis für Touristen
Polarkreis für Touristen

Polarkreis für Touristen

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste wir waren wirklich da
wir waren wirklich da

wir waren wirklich da

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste Begrüßungskomitee
Begrüßungskomitee

Begrüßungskomitee

Und dann kamen wir endlich an auf Harriniva Holiday Center bei Muonio. Der kleine Campingplatz liegt direkt am Muonionjoki, dem Grenzfluss zwischen Finnland und Schweden. Wir bewunderten eine Gruppe jugendlicher Rafting Paddler, die in Zelten bei nachts 2° C campierten, in ihren Neopremanzügen bis spät in die nicht mehr dunkel werdende Nacht laut vor sich hin feierten. Letzteres ließ unsere anfängliche Bewunderung schnell wieder abklingen.

Weiter ging die Reise über Lapplands leere Straßen, wenn man von den vielen größeren und kleineren Rentiergruppen einmal absieht. Verkehrskontrollen sind nicht notwendig, schließlich fährt ja hier kaum jemand. Wir fuhren aber weiter brav nur maximal 80 km/h. Schließlich wollten wir im Vorbeifahren die herrlichen Wälder, Wasser und wilden Flüsse genießen. An der Straße hatten sich Souvenirhändler eingerichtet mit attraktiven Angeboten, denen auch wir nicht widerstehen konnten. Glücklicherweise waren wir nicht die einzigen Kauflustigen.

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste Souvenirladen
Souvenirladen

Souvenirladen

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste Angebotspalette
Angebotspalette

Angebotspalette

Vorschaubild: Finnland entlang der Westküste der ist nicht echt
der ist nicht echt

der ist nicht echt

Je weiter wir nach Norden kamen, umso dürftiger wurde die Vegetation. Die die Straße begrenzenden Birkenwäldchen hatten noch nicht einmal Grün ausgeschlagen, sie waren noch total kahl. Allmählich verschwanden die Bäume, nur noch geringer Buschbewuchs ersetzte sie, bis schließlich eine steppenähnliche Landschaft mit kleinen Schneeflächen das Bild prägte. Im Auto merkte man nicht, dass draußen ein recht starker Wind wehte. Woran sollte man das auch erkennen? Wackelnde Bäume gab es ja keine. Und so begann unser Caravan in Zusammenarbeit von Wind und Bodenwelle plötzlich zu schleudern, was wir aber erst bemerkten, als das ATC des Hängers brutal eingriff und das Gespann selbst trotz Tempomat bis zum fast Stillstand abbremste. Gut, das wir uns das Kontrollsystem hatten einbauen lassen. Man merkt es sonst nie, aber es war da, als es gebraucht wurde.

Durch den Norden Norwegens

Schließlich kamen wir in der Nähe von Alta an der Stelle an, an der sich hintereinander 3 Campingplätze befinden. Der, den wir uns in der Planung ausgedacht hatten, sah zwar hübsch aus, der daneben war aber kleiner und sah noch hübscher aus. Den nahmen wir. Er hieß Alta Strand Camping. Hier erlebten wir die Mitternachtssonne. Kein Regen, kein wolkenverhangener Himmel, der pure Sonnenschein. Die Sonne strahlte, sich ein wenig zum Horizont hin senkend, um dann wieder aufzusteigen. Man hatte das typische Tagsgefühl und musste zum Schlafen die Verdunkelungen herab lassen. Auch wegen dieses Erlebnisses reisen wir immer wieder gern in den hohen Norden Europas. In Alta grünte es wieder. Wir befanden uns in einem tiefer gelegenen Gelände, was bedeutete, dass wir die oben beschriebene Kahlheit der Landschaft einem Fjell zu verdanken hatten. Auf der Weiterfahrt bemerkten wir aber, dass es immer höher ging und die Vegetation auf eine erneute Fjellüberquerung hindeutete.

Vorschaubild: durch den Norden Norwegens es wird kahl
es wird kahl

es wird kahl

Vorschaubild: durch den Norden Norwegens kalt und einsam
kalt und einsam

kalt und einsam

Vorschaubild: durch den Norden Norwegens dann eisig
dann eisig

dann eisig

Auf einer sich windenden E6 und weiter auf der E69 Richtung Nordkap führenden, meist engen, aber auch bei Gegenverkehr zu befahrenden Straße, ging es vorbei an einer fantastischen Landschaft: rechte steil aufsteigende Felsen, links der Fjord, vor und hinter uns die Wohnmobile auf Eilfahrt. Danach weiter in vegetationsarmer bergiger Ödnis, für uns aber interessant, weil ungewohnt. So erreichten wir schließlich Kirkeporten Camping, einen halben Kilometer vor Skarsvåg. Wir hatten von dem Platz in der Einöde wenig erwartet, aber das Wenige war dann doch noch zu viel. Der Campingplatz, der sich selbst als der Welt nördlichster Platz bezeichnet, hat wenig zu bieten. Wenigstens die Wege könnte man doch von den Schlaglöchern befreien, den Gästen zuliebe. „Camping Kirkeporten“ lebt von seinem Image, dem Nordkap so nahe zu sein.

Vorschaubild: durch den Norden Norwegens aber nicht unbewohnt
aber nicht unbewohnt

aber nicht unbewohnt

Vorschaubild: durch den Norden Norwegens vierbeinige Besucher
vierbeinige Besucher

vierbeinige Besucher

Vorschaubild: durch den Norden Norwegens Touristunterkünfte
Touristunterkünfte

Touristunterkünfte

Also machten wir uns auf, dasselbe zu besuchen. Die Straße dorthin ist in tadellosem Zustand, nur etwas schmal und abenteuerlich durch die vielen Bergkuppen, hinter denen man nicht weiß, was auf einem lauert: Rentiere, heranrasende Fahrzeuge oder fotorastende Touristen. Wir kamen gut durch.

am Nordkap

Das Ziel unserer Reise, das Nordkap war erreicht. Wer es noch nicht kennt: Zwei Kassenhäuschen, deren freundliche Insassen horrende Gebühren für das Befahren oder Betreten des riesigen Parkplatzes verlangen. Dann kommt ein großes Gebäude, in das man sich wegen des saukalten Windes (bei uns hatte es sogar ein wenig geschneit) schnell flüchtet. Drinnen befinden sich eine Gaststätte, ein großer Souvenirshop, ein Diorama Gang, Café und Bar sind ebenfalls vorhanden. Das Schönste aber ist der Kinosaal mit dem Panoramafilm über die vier Jahreszeiten des Nordkaps. Ein Grottensaal und nicht zuletzt eine kleine Kapelle runden das Ganze ab.

Vorschaubild: am Nordkap das Hauptgebäude
das Hauptgebäude

das Hauptgebäude

Vorschaubild: am Nordkap der Kapglobus
der Kapglobus

der Kapglobus

Vorschaubild: am Nordkap das eigentliche Nordkap
das eigentliche Nordkap

das eigentliche Nordkap

Höhepunkt eines jeden Besuches des Nordkaps ist zweifellos der Blick auf das endlose Meer – da drüben liegt also Amerika. Und nun versammelt sich die Besucherschar am metallenen Globus, um fotografisch zu dokumentieren, dass man hier war. Über die Auswüchse, welche sich einige Besucher einfallen lassen, um originell zu wirken, wollen wir lieber vornehm schweigen. Lange dauert der Kap Besuch nicht. Nebenbei: Berlevåg, fast eben so hoch im Norden gelegen, hat uns vor einigen Jahren wesentlich besser gefallen.

Vorschaubild: am Nordkap das Kassenhäuschen
das Kassenhäuschen

das Kassenhäuschen

Vorschaubild: am Nordkap der Parkplatz
der Parkplatz

der Parkplatz

Vorschaubild: am Nordkap Kunst am Kap
Kunst am Kap

Kunst am Kap

Nach unserem Nordkapbesuch tummelten wir uns einen Tag lang in der Umgebung. Hier am 71sten Breitengrad pfeift ein heftiger, kalter Wind, der uns zu leider nur kurzen Fotoaufenthalten zwingt. Eine Vogelsafari von Gjesvær wagten wir wegen des stürmischen Wetters lieber nicht. Dafür genossen wir im nördlichsten Fischerdorf der Welt, in Skarsvåg, die berühmt-berüchtigte Königskrabbe: köstlich! Die Gegend um das Kap hat einen eigenartigen Reiz. Im Sommermonat Juni breiten sich auf den Hochflächen unendlich viele Schneefelder aus. Die Straßen sind in einem Top Zustand, weil nur wenige Fahrzeuge unterwegs sind. Ausnahme natürlich, die das Kap ansteuernden Gefährte, hauptsächlich Wohnmobile und Busse. Hier oben muss es ein Paradies für Rentiere sein. Sie tummeln sich zwischen den Grashügeln in Scharen. Sogar auf dem Campingplatz umstreichen sie die Autos und Campingfahrzeuge.

Vorschaubild: am Nordkap überall Rentiere
überall Rentiere

überall Rentiere

Vorschaubild: am Nordkap Wohnung ihrer Besitzer
Wohnung ihrer Besitzer

Wohnung ihrer Besitzer

Vorschaubild: am Nordkap in Kirkeporten
in Kirkeporten

in Kirkeporten

Noch nie hatte ich einen Campingplatz so gern verlassen wie Kirkeporten Camping. Das lag nicht nur an seiner kargen Ausstattung und den schlaglöchrigen Wegen, sondern an einer Wetterlage, wie wir sie noch nie erlebt hatten. Dass hier oben im hohen Norden ein kalter Wind weht, ist nicht ungewöhnlich. Aber am Abend fiel ein Sturm-Regengemisch über uns her, welches die ganze Nacht und zumindest bis zu unserer Abreise nicht aufhören wollte. Im Gegenteil, wir befürchteten, dass der frei stehende Wohnwagen dem Druck nicht standzuhalten vermochte. Doch der hielt. Wir hatten bis dahin keine Ahnung, was an unserem Gefährt alles rumpeln kann, wenn draußen die Naturgewalten eisig toben. Nur den Rentieren scheint das Wetter nichts auszumachen. Während wir uns, dick eingemummelt, mühten, das Gespann abreisefertig zu machen, tummelten sich die Nordhirsche genüsslich futternd zwischen den Hütten und Campinggefährten. Den Rest gaben uns die inzwischen zu kleinen Weltmeeren mutierten Schlaglöcher auf den Wegen. Aber wir schafften es, fuhren vorsichtig durch die Nordkapregion mit ihrer kahlen Bergwelt und dem ständig pfeifenden Sturmwinden, bis es irgendwann ruhiger wurde und die Vegetationsphase erreicht war.

Im Norden Norwegens

Wir bogen ab Richtung Hammerfest. Auf dem kleinen Campingplatz NAF-Camping Storvannet in der Stadt quartierten wir uns ein. Bisher waren wir mit den NAF-Plätzen eigentlich immer zufrieden. Aber der hier in Hammerfest fällt aus dem Rahmen. Nur wenige Stellplätze und Stromsäulen, dafür aber ein schön zerfurchtes und von Pfützen auf Asphaltflächen und Wiesen geziertes Areal, so hatten wir uns den Platz nicht vorgestellt. Dafür waren die Sanitäranlagen in Ordnung. Die Stadt selbst gab nicht viel her. Nun gut, wir waren wenigstens einmal hier in der Region Hammerfest.

Vorschaubild: im Norden Norwegens an der E69
an der E69

an der E69

Vorschaubild: im Norden Norwegens in Honningsvåg
in Honningsvåg

in Honningsvåg

Vorschaubild: im Norden Norwegens Hammerfest
Hammerfest

Hammerfest

Die Fahrt führte weiter entlang der bereits auf dem Hinweg passierten Strecke. Außergewöhnliches gibt es nicht zu vermerken. Vor Alta bogen wir auf die E6 ein, der wir von hier ab, wie fast jeder Nordkapfahrer, einige hundert Kilometer folgen werden. Die Norweger bauen diese Touristenmagistrale an allen Ecken und Enden immer weiter aus. Diesmal erwischten wir einige kilometerlange Baustellen, auf denen Schrittgeschwindigkeit bereits tollkühne Raserei ist. Aber irgendwann werden die Bauleute einmal fertig und die E6 eine Superstraße. An ihr kommt man irgendwann einmal an Sandnes Camping vorbei. Wir stoppten und verbrachten hier eine Nacht. Der Platz ist recht hübsch, wenn auch einfacher Ausstattung. Er teilt sich in ein oberes und ein unteres Areal. Der Weg nach unten an den Fjord war uns für das Gespann doch ein wenig zu abschüssig. Obwohl, Holländer hatten es sich mit ihrem Wohnwagen am Wasser bequem gemacht. Aber wo sind denn diese Campverrückten nicht zu finden? Ehrlich: Eigentlich waren wir zu bequem, wegen jedes Sanitärhausbesuches den Berg auf und ab zu kraxeln. Unser holländischer Freund legte den Weg per Auto zurück – Einfälle muss man haben!

Vorschaubild: im Norden Norwegens an der Fv 156
an der Fv 156

an der Fv 156

Vorschaubild: im Norden Norwegens am Langfjordveien
am Langfjordveien

am Langfjordveien

Vorschaubild: im Norden Norwegens an der E6
an der E6

an der E6

Weiter auf der E6, die hier oben noch recht romantisch und verkehrsleer ist. Aber mit den vielen hundert Rentieren, denen wir bisher begegnet waren, war nun leider Schluss. Zwar noch nördlich des Polarkreises, aber hier waren sie einfach nicht mehr vorhanden. Den in 250 km entfernt ausgesuchten Stadtplatz verließen wir schnell wieder nach flüchtigem Betrachten und fuhren 30 km weiter westlich, ab von der E6, zum Elvelund Camping bei Sjøvegan , ein idyllisch gelegenes Plätzchen, das jede Anglerseele höher schlagen lässt. Vor allem die Dauercamper haben das begriffen. Dachten wir doch, der Platz liegt irgendwo im Nirgendwo. Dem war nicht so. Wir fanden ein gepflegtes Stück Urlaubsschönheit, leider nur für eine Nacht. Auch der scheinbar abseits gelegene Ort bot alles, was selbst in den wesentlich größeren Gemeinden längs der Magistrale E6 zu finden ist.

Von Elvelund folgen wir der RV 84 und später wieder der E6, die hier oben, nördlich des Polarkreises, einen eigentümlichen Reiz wegen des abwechselnden Landschaftsbildes hat.

Vorschaubild: im Norden Norwegens eisige E6
eisige E6

eisige E6

Vorschaubild: im Norden Norwegens romantische E6
romantische E6

romantische E6

Vorschaubild: im Norden Norwegens schöne E6
schöne E6

schöne E6

Irgendwann wird die E6 unterbrochen und alle Fahrzeuge müssen per Fähre von Skarberget nach Bognes übersetzen. Auf der anderen Seite waren es nur noch wenige Kilometer bis zum ausgesuchten Campingplatz, der uns zumindest aus der Ansicht von der Straße her überhaupt nicht gefiel. Ein paar Kilometer weiter erreichten wir Camping Ulvsvåg Gjestgiveri, ein Gasthaus mit angeschlossenem Campingplatz. Der war schon etwas schöner, also quartierten wir uns ein. Ein wenig meckern müssen wir aber doch: Nur je eine Toilette für Männlein und Weiblein, und das bei 50 Stellplätzen (ohne Zeltcamper) ist doch arg wenig. Glücklicherweise waren wir fast alleine auf dem Platz, sodass es keine weiteren Komplikationen gab. Ein letzter Blick auf die wunderschöne Landschaft mit fantastischem Gruß von den Lofoten weckte in uns schöne Erinnerungen an eine zurückliegende Reise auf die Inselwelt.

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag Camping Korgen anfahren. Aber dieser Platz war dann doch nicht nach unserem Geschmack: Rezeption wegen Personalmangels geschlossen, 1 (!) WC für alle Platzbesucher, dazu wasserpfützige Wiesen – nein danke! Wir suchten weiter. Der nächste Platz sah zwar besser aus, aber in der Rezeption war wieder keiner anwesend und die Stellflächen nach dem tagelangen Regen ziemlich matschig. Wenigstens gab es hier schon je 2 WC für Männer und Frauen. Also weiter! Den dritten Platz konnten wir mit dem Gespann gar nicht anfahren. Das verhinderte eine kleine und sehr enge Brücke. Ohne Einbeulungen am Caravan schafft kein Gespann die enge Kurveneinfahrt. Deswegen standen auf dem sichtbaren Platzteil auch nur einige Wohnmobile. Und so ging unsere Suche nach einem Campingplatz 50 km weiter. Wir fanden schließlich Camping Mosjøen an der E6 gelegen. Der entsprach unseren Erwartungen. Hier konnten wir etwas länger bleiben. Obwohl: Als Camping bei einer Stadt wird er zumindest in den Nachmittagsstunden von Durchreisenden auf de E6 stärker frequentiert und somit auch im recht modernen Sanitärbereich entsprechend abgenutzt. Der könnte einige Reparaturen vertragen, um die sich leider kaum jemand zu kümmern scheint. Aber sonst hat der Platz einiges mehr zu bieten als die vielen kleinen Campings entlang der E6.

Weiter Richtung Süden

Auf der Weiterreise Richtung Süden suchten wir nahe Trondheim einen Platz für unseren Aufenthalt. Der erste angelaufene Campingplatz sah ansprechend aus, lag in einer landschaftlich schönen Umgebung, hatte aber nur wenig Stellplätze für Touristen. Der überwiegend Platzteil war den Dauercampern vorbehalten. Leider schnappte uns ein Wohnmobil den letzten für unser Gespann geeigneten Stellplatz vor der Nase weg. Pech gehabt, oder auch nicht, denn vom Fjord her wehte ein steifer, eisiger Wind, der den Aufenthalt am Ufer bestimmt unangenehm hätte werden lassen. Der nächste Platz war ein kleines Camp ohne Personal. Man sollte die Bezahlung per Briefumschlag in einen Kasten werfen. Hätten wir ja auch gemacht, aber auf dem mit Stromsäulen versehenen Wiesenstellplätzen gab es kein trockenes Fleckchen, das man ohne durchdrehende Räder erreichen konnte. Der dritte Platz endlich war dank des freundlichen Platzeigners auch auf sehr nasser Stellplatzwiese befahrbar. Der gute Mann wusste genau, wo der Untergrund problemlos zu befahren war. Stiklestad Camping liegt einige Kilometer weg von der E6 an der Rv 757 bei Verdal. Eigentlich hatten wir auf der Fahrt hierher nichts weiter zu berichten, aber dann gab es unterwegs doch noch eine angenehme Überraschung. Direkt neben der E6 bei Steinkjer äste eine Elchkuh gemütlich vor sich hin, ohne sich im Geringsten um den fließenden Verkehr zu kümmern. Schade, dass wir nicht anhalten konnten. Das war nun der vierte Elch, den wir auf unser diesjährigen Reise zu Gesicht bekamen: 1 in Schweden, 2 in Finnland und jetzt 1 in Norwegen.

Vorschaubild: weiter Richtung Süden stiller Fluss an der E6
stiller Fluss an der E6

stiller Fluss an der E6

Vorschaubild: weiter Richtung Süden an der Rv 757
an der Rv 757

an der Rv 757

Vorschaubild: weiter Richtung Süden Hyttfossen an der Gaula
Hyttfossen an der Gaula

Hyttfossen an der Gaula

Uns interessierte das Weltkulturerbe in Røros. Also bogen wir hinter Trondheim nach dem fuhren von dort 100 km über die kurvenreiche Straße durch eine schöne Berglandschaft entlang eines wilden Flusses nach Røros.

Vorschaubild: weiter Richtung Süden Kjerkgata (Kirchgasse)
Kjerkgata (Kirchgasse)

Kjerkgata (Kirchgasse)

Vorschaubild: weiter Richtung Süden Lorentz Lossius Gata
Lorentz Lossius Gata

Lorentz Lossius Gata

Vorschaubild: weiter Richtung Süden an der Glomma
an der Glomma

an der Glomma

Drei Campingplätze entdeckten wir im Ort, den besten leider erst nach dem Einchecken auf den am Weg liegenden Bergstaden Camping. Für eine Stadtbesichtigung und eine Übernachtung musste der angefahrene Platz reichen. Der war aber für eine Stadt mit den berühmten Weltkultuerbe-Häusern nicht unbedingt die beste Werbung. Es besteht aber die Vermutung, dass bezüglich der Modernisierung etwas in Bewegung geraten ist. Problematisch wurde bei der Abreise die Bewältigung der recht steilen Ausfahrt. Gut, wer über ein Fahrzeug mit Allradantrieb verfügt. Bei allen anderen, wie dem unsrigen, wollen die Vorderräder gern auf dem oberen Teil des Kiesweges durchdrehen.

Von Røros aus fuhren wir an den Siljan-Ort Mora. Allerdings nicht auf direktem Wege, sondern mit einem erheblichen Umweg. Der Grund war, dass wir eigentlich einen anderen Platz anlaufen wollten. Aber der war zwar von Dauercamper Domizilen belegt, doch war nirgends eine Rezeption oder irgendeine menschliche Seele zu entdecken. Also entschlossen wir uns, nach Mora zu fahren. Wir verließen Norwegen und fuhren hinüber ins Schwedische. Norwegen verabschiedete uns eine Nacht und einen Tag lang ohne Regen. Sollte das heißen: "Kommt mal wieder!" Oder war das Wetter froh, dass wir endlich das Weite suchten? In Schweden hielt die regenfreie Zeit genau 100 km an, dann war alles wie immer: Regen, Wind und Kälte. Interessanterweise verlief die Fahrstrecke genau auf der des berühmten Vasa-Laufes. Ohne es zu ahnen, begann der Umweg im Startort des Laufes und endete, allerdings mit unserem Wissen, am Ziel desselben. In Mora besuchten wir nicht wieder den uns schon bekannten Campingplatz auf Sollerön, sondern den städtischen Campingpark Mora Parken. Ein gut eingerichteter und gepflegter Platz, zumindest an den Tagen vor den Mitsommerfeiern. Dann soll es hier heiß hergehen.

Vorschaubild: weiter Richtung Süden Nusnäs bei Nils Olsson
Nusnäs bei Nils Olsson

Nusnäs bei Nils Olsson

Vorschaubild: weiter Richtung Süden die Dala-Pferdchen
die Dala-Pferdchen

die Dala-Pferdchen

Vorschaubild: weiter Richtung Süden bei Grannas A. Olsson
bei Grannas A. Olsson

bei Grannas A. Olsson

Mitsommerzeit in Schweden

First Camp Karlstad Skutberget hieß der Platz, auf dem wir den Mitsommer-Freitag erleben wollten. Am Donnerstag begegneten uns unterwegs so viele Campingfahrzeuge, wie wir sie auf unserer gesamten Reise zusammengenommen nicht gesehen hatten. Die schwedischen Campingfreunde holen für den Mitsommertag alles, was campingtauglich ist, aus der Winterruhe und strömen hinaus in die Natur, hauptsächlich in die Gegend um den Siljan. Wir befürchteten, der Campingplatz in Karlsstad am Vänern könnte brechend voll sein wie wir es vor einigen Jahren hier am Vänern schon einmal erlebt hatten. War aber nicht so. Dafür war der Platz stellenweise wegen der Regenperiode matschig aufgeweicht und verpfützt. Nach einem Umzug vom zugewiesenen Stellplatz fanden wir aber doch noch eine ansprechende Parzelle, wenn nicht trocken, aber immerhin anfahrbar. Und der Regen prasselte weiter. Aber welch Wunder: Am Mitsommer-Wochenende blieb es fast trocken, sogar Sonnenscheinphasen waren angesagt. Die Feierlichkeiten hielten sich wie jedes Jahr im Rahmen. Am Freitag gab es ein kleines Tänzchen um den Mitsommerbaum.

Vorschaubild: Mitsommerzeit in Schweden Mitsommertänzchen
Mitsommertänzchen

Mitsommertänzchen

Vorschaubild: Mitsommerzeit in Schweden um den Mitsommerbaum
um den Mitsommerbaum

um den Mitsommerbaum

Vorschaubild: Mitsommerzeit in Schweden ein Reh schaut zu
ein Reh schaut zu

ein Reh schaut zu

Und an den anderen Tagen feierten die Familien im eigenen Vorzelt oder Campingfahrzeug. Größeren Andrang gab es in den Ausfluglokalen oder Campingplätzen mit eigenem Restaurant. Dort aber auch nur ein wenig Musik und viel Speisung, Getränke, manchmal ein bisschen Gesang. Vereinzelt ging man selbst auf dem Campingplatz der schwedischen Lieblingsbeschäftigung nach: dem Rasenmähen.

Besuch bei den Königen der Wälder

Uns interessieren seit jeher die Könige der skandinavischen Wälder, die Elche. 4 wildlebende haben wir auf unserer diesjährigen Reise bereits gesichtet. Nun aber wollten wir ihnen recht nahe kommen. Und deshalb führte die nächste Etappe zum Långsjön Stugor & Camping bei Ankarsrum zwischen Vimmerby und Västervik. Dort gibt es in der Nähe den Virum Elchpark. Der Besuch des Parks sollte zu einem Höhepunkt unserer Reise werden. Während einer Safari in einer offenen, überdachten, von einem Traktor gezogenen Wagenkolonne kamen wir den Tieren – oder die Elche uns – so nahe, dass wir sie füttern konnten. Sie steckten ihre mächtigen, geweihgeschmückten Köpfe in den Wagen und fraßen genüsslich das angebotene Grünzeug und die Kartoffelscheiben aus der Hand, und nahmen sie manchmal sogar aus dem gespitzten Mund entgegen. Sie ließen sich im Nahen streicheln und von der Ferne in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, fotografieren und filmen. – Welch ein unvergessliches Erlebnis!

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder die Elchsafari
die Elchsafari

die Elchsafari

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder der scheue Waldkönig
der scheue Waldkönig

der scheue Waldkönig

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder wer betrachtet wen?
wer betrachtet wen?

wer betrachtet wen?

Auf die Märchenwelt der Astrid Lindgren in Vimmerby verzichteten wir. Dafür genossen wir Västervik an der Schärenküste. Ein hübsches Städtchen. Sogar der Wettergott spielte ein kurzes Weilchen ausnahmsweise einmal mit.

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder Zentrum Västervik
Zentrum Västervik

Zentrum Västervik

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder im Hafen von Västervik
im Hafen von Västervik

im Hafen von Västervik

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder Bootshafen Västervik
Bootshafen Västervik

Bootshafen Västervik

Selbst eingeborene Norweger hatten uns attestiert, dass es ein solches dauerndes Sauwetter seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Desto gieriger haschten wir nach jedem Sonnenstrahl den wir bekommen konnten.

Leider haschte uns aber der Regen. Auf der ganzen Fahrt zum Skånes Djurparks Camping standen die Scheibenwischer nicht still. Obwohl sich der Wettergott nur allmählich zu beruhigen gedachte, blieben wir die letzten beiden Tage unseres Aufenthalts in Schweden auf dem eigenartigen Platz. Nicht nur, dass er unmittelbar neben dem Tierpark liegt, sondern auch wegen seines außergewöhnlichen Angebots in als Grotten angelegten Übernachtungsmöglichkeiten. Der Platz ist kaum bekannt, dafür aber umso interessanter. Selbstverständlich gönnten wir uns einen Tierparkbesuch, für jeden Liebhaber der nordischen Tierwelt ein unbedingtes Muss.

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder der seltene Vielfraß
der seltene Vielfraß

der seltene Vielfraß

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder mächtiger Braunbär
mächtiger Braunbär

mächtiger Braunbär

Vorschaubild: Besuch bei den Königen der Wälder riesiger Büffel
riesiger Büffel

riesiger Büffel

Durch Dänemark zur Fähre

Wir verließen Schweden und fuhren nach Dänemark. Nahe Gedser suchten wir uns für die letzte Nacht in Skandinavien den Marielyst Ny Camping aus. Ein typisch dänischer Campingplatz mit wunderschönen Spielplätzen, pieksauberen Sanitäranlagen auf modernem Stand und großen Stellplätzen auf gepflegten Rasenflächen. Allein deswegen zieht es uns jedes Jahr wenigstens einmal nach Dänemark. Dessen Plätze sind einfach Spitze in Ausstattung und Sauberkeit. Die unübersehbare Liebe zu den Kindern haben wir bisher auf allen besuchten dänischen Plätzen erlebt. Leider konnten wir das von den Autofahrern auch in diesem Jahr wieder nicht sagen. Kaum haben sie Blech um sich, sind sie nicht mehr zu bremsen, dabei haben sie doch auch geltende Verkehrsregeln. Aber als Gäste wollen wir uns nicht beschweren und höflich bleiben.

Vorschaubild: durch Dänemark zur Fähre kinderfreundliches Dänemark
kinderfreundliches Dänemark

kinderfreundliches Dänemark

Vorschaubild: durch Dänemark zur Fähre kinderfreundliches Dänemark
kinderfreundliches Dänemark

kinderfreundliches Dänemark

Vorschaubild: durch Dänemark zur Fähre kinderfreundliches Dänemark
kinderfreundliches Dänemark

kinderfreundliches Dänemark

Nach Hause

Vorschaubild: nach Hause im Fährhafen Gedser
im Fährhafen Gedser

im Fährhafen Gedser

Vorschaubild: nach Hause an Bord der Fähre
an Bord der Fähre

an Bord der Fähre

Vorschaubild: nach Hause im Duty Free Shop
im Duty Free Shop

im Duty Free Shop

Wir setzten mit der Fähre von Gedser nach Rostock über und fuhren Richtung Süden ins Brandenburgische nach Neuruppin auf den dortigen „Camping Stendenitz“. Wir mussten uns erst wieder an die deutschen Gepflogenheiten gewöhnen; Autos separat abstellen, Strom nach Zähler abrechnen und einige andere Kleinigkeiten, die es in Skandinavien nicht gab, Allerdings konnten nach den guten Eindrücken in Dänemark die hiesigen Sanitäranlagen positiv überzeugen. In der Nähe des von uns schließlich angefahrenen Campingplatzes gibt es noch 2 weitere Plätze. Zu ihrer Besichtigung kamen wir nicht. Der Weg dorthin war so etwa das Schlimmste, was wir je befahren hatten: Kopfsteinpflaster mittelalterlicher Herkunft, unser armes Gespann! Kurz vor dem Platz kehrten wir wieder um. Wir tun es nicht gern: Aber jeden, der sein Campinggefährt liebt, warnen wir vor dem Befahren dieser Rüttelpiste. Dass man bis heute nicht in der Lage ist, eine vernünftige Zufahrt zu einem Campingplatz anzulegen, ist uns jedenfalls unverständlich und kann nicht nur dem Naturschutzgebiet geschuldet werden. Für den Ärger der Anfahrt im ersten Versuch entschädigte uns schließlich Campingplatz Stendenitz. Es handelt sich um einen kleinen Platz, wunderschön am See gelegen. Davor eine hübsche Gaststätte mit sehr gutem Angebot, in der wir unseren diesjährigen Urlaub kulinarisch angenehm ausklingen ließen.

Skandinavische Impressionen

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen überall Rentiere
überall Rentiere

überall Rentiere

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen überall Rentiere
überall Rentiere

überall Rentiere

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen überall Rentiere
überall Rentiere

überall Rentiere

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen Bewohner des Nordens
Bewohner des Nordens

Bewohner des Nordens

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen Bewohner des Nordens
Bewohner des Nordens

Bewohner des Nordens

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen Bewohner des Nordens
Bewohner des Nordens

Bewohner des Nordens

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen immer wieder Elche
immer wieder Elche

immer wieder Elche

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen immer wieder Elche
immer wieder Elche

immer wieder Elche

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen immer wieder Elche
immer wieder Elche

immer wieder Elche

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen arktische Vogelwelt
arktische Vogelwelt

arktische Vogelwelt

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen arktische Vogelwelt
arktische Vogelwelt

arktische Vogelwelt

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen arktische Vogelwelt
arktische Vogelwelt

arktische Vogelwelt

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen in der Heimat der Nordmänner
in der Heimat der Nordmänner

in der Heimat der Nordmänner

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen in der Heimat der Nordmänner
in der Heimat der Nordmänner

in der Heimat der Nordmänner

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen in der Heimat der Nordmänner
in der Heimat der Nordmänner

in der Heimat der Nordmänner

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen in Schwedens Mitte
in Schwedens Mitte

in Schwedens Mitte

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen in Schwedens Mitte
in Schwedens Mitte

in Schwedens Mitte

Vorschaubild: Skandinavische Impressionen in Schwedens Mitte
in Schwedens Mitte

in Schwedens Mitte

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Unser Buch
Titelbild Buch "Ostalgie-Camping - Camp-Erlebnisse in der DDR"

unsere Seiten wurden letzmalig geändert am 04.11.2016

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