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Dieses und noch mehr können Sie in unserem Buch nachlesen.

Titelbild Buch "Ostalgie-Camping - Camp-Erlebnisse in der DDR"

Einige Impressionen zum Campingleben der frühen 70er Jahre gewünscht ?

  • Da wir damals noch nicht von einem eigenen Auto träumen durften (laut Anmeldung kamen wir frühestens in 10 Jahren in diesen Genuss), verluden wir anfangs Zelt und Zubehör in ein Gütertaxi und ließen das Ganze gegen erträgliche Gebühr zum Campingplatz transportieren. Die Familie und Freunde fuhren mit Bus, Bahn oder Moped hinterher.


  • Rotta Dübener Heide


    Mark Naundorf bei Rotta

  • Später packten wir die Campingausrüstung in riesige Kisten und Koffer, die wir per Reichsbahn mindestens vier Wochen vorher zum Zielort verfracht(gut)en ließen. Auf die paar Lagergebühren sollte es nicht ankommen, wenn wenigstens alles pünktlich am Bestimmungsbahnhof war. Den Transport zum Campingplatz besorgten wir mit schriftlich organisierten Gütertaxis.


    Waren Müritz


    Templin


    Waren Müritz

  • Auf dem Campingplatz gewöhnten wir uns schnell an die sogenannten Plumpsklos mit Wasserspülung aus dem Eimer vor der Toilettentür. Auch die tägliche Körperwäsche an langen Wassertrögen im Freien bereitete uns als junge Leute keine Probleme (schließlich waren wir kinderferienlagererfahrene Staatsbürger mit viel anerzogenem Improvisationsvermögen).

  • Dass die Campingfreunde aus der Bundesrepublik und Holland auf eigenen Platzteilen mit für unser Empfinden feudal-vornehmen Sanitäranlagen untergebracht waren, störte nicht, ließen diese Leute doch die dringend benötigten Devisen zum Aufbau der DDR (!) zurück – wie man es uns propagandistisch überzeugend nahe zu bringen versuchte. In unserem jugendlichen Leichtsinn haben wir den Quatsch ernsthaft geglaubt.


  • Camping Waren


    Camping Zaue

  • Camping zu DDR-Zeiten war einfach und oft vom guten Willen der Platzverwalter maßgeblich geprägt. Allerdings war es auch ein preiswertes Unternehmen, kostete der Aufenthalt pro Tag und Person doch nur etwa 1 Ostmark. So gesehen waren Investitionen in die Sanitäranlagen nur möglich, wenn die Hygiene(verwaltung) oder bei sonstigen Bauten der Arbeitschutz ein Machtwort sprachen.


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